Ich habe die Klausuren bestanden !!! Jetzt kann ich im April zur Mündlichen !!!
So
12
Feb
2012
Tunnel Borbonicoo und Solfatara
Dieses Wochenende haben Mike und Ich wieder viel erlebt. Am Samstag Morgen sind wir bis zum Piazza Plebiscito gelaufen und irgendwo da eine Straße rechts ab und hoch zum Eingang des Tunnel
Borbonico. Der hat erst seit Ende 2010 geöffnet, weil er erst kürzlich entdeckt worden ist. Teils ist der Tunnel noch gar nicht begehbar und geöffnet und sie rätseln bezüglich Wandkratzereien
auch noch was sie bedeuten könnten... ist halt alles noch in Entwicklung. Ich habe einen link, für einen Artikel über den Tunnel Borbonico, der wirklich lesenswert ist. Allerdings ist er nicht
mehr 100 % aktuell, denn von der Idee die Autos zu restaurieren haben sie offensichtlich Abstand genommen und die Stille wird da unten sehr schön eingefangen. Haben sie schön hinbekommen. Wir
hatten Glück und hatten eine Privatführung auf englisch. Der Tunnel sollte ursprünglich dem König helfen im Notfall schnell ans Meer und von dort fliehen zu können. Der Tunnel wurde vom Meer aus
begonnen hat aber leider nicht die letzten Meter bis zum königlichen Palast geschafft. Er wurde also nie vollendet. Da unten gibt es riesige Wasserspeicher. Die Wände wurden irgendwann weiß
angestrichen, damit das wenige Licht besser reflektiert und das ganze hygienischer ist, da das Material (Tuffstein) bröckelt und der Staub sich überall drauf legt. Der Tunnel diente als
Luftschutzbunker in der Zeit des zweiten Weltkriegs und als Müllhalde in den letzten Jahrzehnten. Typisch Neapel halt.... „oooooch da ist ja ein riesiges Loch unter meinem Grundstück im
Garten.... toll da werf ich mal meinen Müll rein“ Jedenfalls kostet es 10 Euro pro Person und die Adventure Tour inklusive Bootsfahrt und quetschen durch schmale Gänge ist nochmal was teurer....
da ich mit Mike dem Hühnchen unterwegs war und er enge Gänge doof findet kein Adventure per me.
http://www.autobild.de/klassik/artikel/oldtimer-in-den-katakomben-von-neapel-954443.html
Am Sonntag haben Carmella und ihr Mann Mariano uns um 10:30 mit dem Auto abgeholt und wir haben uns auf den Weg gemacht zu den 15 Kilometer entfernten Solfatara. Für Alice extra ein wunderschönes
Video gemacht!!! (-: Eintritt ist 7 Euro pro Person. Eigentlich ganz cool.... und ich meine Neapel als eine Stadt mit never ending sightseeing Möglichkeiten... wow... macht sich gut auf meiner
Liste (-: Nach Solfatara sind wir zusammen zum lungomare ans Meer gefahren und haben lecker gegessen... naja unser Essen war lecker.... das Essen der Italiener an unserem Tisch )-:
iiihihihihgitt! *hihi* Danach erst zum Castell del` Ovo gelaufen (wo Mike auf dem Foto am Meer davor steht) und dann noch lecker was Süßes im Ciro gegessen... hatte ein Delizia a limone.... wow
super! Und Mike einen mit Crema gefüllten Baba. Dann ging es glücklich und vollgefuttert mit neuen Eindrücken nach Hause um den Sonntag schön gemütlich mit Blick auf Neapel und Tatort ausklingen
zu lassen (-:
Do
09
Feb
2012
Sonne über Napoli
Heute war der erste Tag, an dem die Sonne wieder richtig geschienen hat und der Himmel ganz blau war. Ein super Tag zum fliegen… Mike ist heute angekommen und wenn sein Anschlussflieger in
München nicht eine Stunde Verspätung gehabt hätte, weil in Berlin zu viel Schnee liegt, dann wäre es auch mal ein reibungsloser Anflug auf Neapel geworden…. man hat ja noch Träume. Jedenfalls
findet Mike es hier ausgesprochen warm. Die Sonne hat heute auch prompt dazu geführt, dass circa 200 % mehr Menschen auf den Strassen sind. Man könnte meinen, es sind Ferien oder Streik oder
Feiertag…. Neee einfach Sonne, denn der Napoletaner scheut die Kälte. Selbst heute bei dem schönen Wetter musste ich Hunde sehen die unter ihren kleinen Klamotten bestimmt schwitzen und wenn man
sich Morgens an einem Stand an der Strasse ein Teilchen kauft, dann kann man gar nicht so schnell gucken (gefragt wird man nicht, denn sie meinen die Antwort sicher zu wissen) wie das Teilchen in
eine Mikrowelle geworfen wird und auf Mundtemperatur aufgeheizt wird. Ich sah sogar Italiener, die das Teilchen mit den Worten „noch nicht warm genug“ noch mal zum aufheizen zurück gegeben haben.
Die essen das ja auch an Ort und Stelle…. to go…. kennen die nicht und gucken mich immer noch komisch an, wenn ich eine Tüte für mein Teilchen will. Ja Ja die Napoletaner!!!
Als ich Gestern zur Arbeit gegangen bin habe ich mich dabei ertappt, wie ich mich sehr napoletanisch benommen habe. Ich habe so wie alle anderen um mich herum völlig entgeistert zwei mir in
Capodimonte entgegenlaufende Jogger angesehen. Denn das ist so in etwa so, als wenn die nackt an einem vorbei laufen würden. Man sieht hier einfach keine Jogger… nie!!! Einmal ist ein Mann die
Via Toledo sehr schnell lang gerannt und ich bin sicher, dass er wirklich geisteskrank war. Ich habe noch nie ein Fitnessstudio in Neapel gesehen. Die halten hier nix von Sport…. Sieht man
einigen Leuten auch an…. (-: Aber OK….. wer in LA war versteht unter Übergewicht wohl etwas anderes.
Sa
04
Feb
2012
Jetzt hat mich der blöde Winter doch gefunden.... Schneeeeeematsch!!! Ein Glück, dass ich die Wohnung heute nicht verlassen muss.... es wird bestimmt viele Autounfälle heute geben.... danach zu urteilen wie die Straßenarbeiter kehren.... können sie auch nicht streuen!!!! Es ist jetzt Morgens um 08:00 unf rd dvhrint schon wieder die Sonne und wir haben blauen Himmel...hoffentlich bleibt es so.
Fr
27
Jan
2012
Kurzblog
Hallo. Ein Video vom Pizza Essen am Donnerstag (Daniela hatte Geburtstag). Die Nudeln auf dem Foto sind sehr gut, weil sie durch Bronze gepresst wurden und die Soße daran besonders gut haften kann. Die kleinen Leckerhappen heißen übersetzt Küsschen und sind mit Spinat und Riccotta gefüllt. Leeeeeecker!!!Die Blumen haben mir Doro und Rainer bei ihrer Abreise geschenkt... sehr hübsch sind die! (-:
So
22
Jan
2012
Der letzte Tag von Doro und Rainer
Heute Morgen sind wir zusammen zu Enzo gegangen und haben ein letztes Mal zusammen den italienischen Capuccino und ein Cornetto genossen. Ein paar der lecker kleinen Teilchen haben wir uns auch für später mitgenommen... ich weiß, dass Alice jetzt furchtbar neidisch sein wird (-:
Dann sind wir zum Fontanelle Friedhof gegangen und anschließend zur Kirche Santa Maria in Sanita. Nach gemeinsamem Bude aufräumen und Essen haben sich Rainer und Doro schließlich auf gemacht zum Flughafen! Das Wetter ist wunderbar, also sollten die beiden zum Abschied einen wunderschönen Blick über die Bucht von Neapel haben.
Dann hieß es für mich Wäsche waschen.... mit den Händen!!!!! AHAHHAHAH )-:
Also ich habe ein Foto eingestellt... schaut es euch an und beantwortet mir folgende Frage:
Warum ist bloß mein Waschwasser soooooooo furchtbar dunkel???
1. Meine Klamotten arbeiten nachts ohne mich auf der Baustelle.
2. Die Italiener haben heimlich Bleiche in mein Colorwaschmittel geschüttet.
3. Neapel ist einfach ein Drecksloch kein wunder warum die Klamotten dreckig sind.
Sa
21
Jan
2012
Doro und Rainer in Napoli -Teil 2-
Ein paar Tage sind vergangen und Rainer und Doro haben sehr viel gesehen hier in Napoli. Sie haben sich das Museum in Capodimonte angeschaut, das Castello Nuovo, das Castell Sant Elmo und einige Kirchen usw. Heute sind wir zusammen in das Kloster Santa Chiara gegangen (Eintritt 5 €) mit dazugehörigem Museum. Dieses Monestero hat einen sehr schönen Kreuzgang. Anschließend haben wir uns die Capella Sansevero angesehen. Der Eintritt ist mit 7 € sehr hoch finde ich... dafür, dass man nur eine kleine Kirche/Mausoleum zu sehen bekommt. Aber darin befindet sich wirklich die schönste Marmor Statue die ich je gesehen habe und wahrscheinlich jemals sehen werde. Ein liegender Jesus bedeckt mit einem durchsichtigen Stoff (alles aus Marmor!!!!) Das ist so, als wenn der da echt liegt unter dem Stoff..... jedes noch so feinste Detail sieht vollkommen echt aus. Wunderschön!!! Der Künstler ist einfach sooooooo großartig!!! Ja und halt extrem verschnörkelte Wand-/Deckenverzierungen und Bilder usw. Also die 7 € sollte man nur investieren, wenn man mal das schönste Kunstwerk aus Marmor ansehen möchte was die Welt je gesehen hat (-; Danch gab es dann lecker Pizza bei "Da Atillio".
Di
17
Jan
2012
Zur Zeit sind Doro und Rainer in Neapel auf Entdeckungstour oder halt kurz gesagt "Dora the explorer" ... ich weiß... ich bin furchtbar witzig (-;
Ich denke es gefällt ihnen bislang sher gut..... mehr davon später.
Die Fotos von mir zeigen ein paar Leute aus der Kanzlei..... und in Sanita hat der Mob ein Feuer vor der Kirche angezündet und irgendwelche keihne Ahnung wen oder was beschwört (-: Neapel live !!!
So
15
Jan
2012
Fr
13
Jan
2012
Das Jura Examen in Neapel
Man sollte meinen, dass eine Jura Abschlusspruefung in Neapel der in Deutschland vom organisatorischen Ablauf her in etwa aehnelt. Weit gefehlt. Drei Personen aus meiner Kanzlei haben soeben die
Abschlusspruefung in Neapel abegelegt und haben mir berichtet wie es war.
Zum Vergleich folgende kurze Schilderung des organisatorischen Ablaufs in Deutschland.
Man erhaelt in Vorfeld eine Pruefungsnummer. Dann kommt man am ersten Klausurentag ca. 30 Minuten vor Beginn der Klausur zum angegebenen Raum und schaut auf den Sitzplan, der einem sagt wo man an
dem jeweiligen Tag sitzt. Es liegt ein Zettel auf dem Platz auf dem man seine Pruefungsnummer, Datum und Uhrzeit sowie den Namen der Klausur eintraegt. Man wird kurz informiert, dass Handys am
Pult ausgeschaltet abzugeben sind und ein gesichtetes oder Gott bewahre, klingelndes Handy als Taeuschungsversuch gewehrtet wird und zum Ausschluss von der Klausur fuehrt, das man sich melden
muss wenn man mal muss und dann notiert wird wie lange man in dem kleinen Raum am hinteren Ende des Raumes verschwindet und das eine verspaetete Abgabe auf der Klausur vermerkt wird und zu
Punktabzug fuehrt bzw. die Annahme verweigert werden kann. Jacken, Taschen, Maeppchen und alles andere ausser Stifte, Gesetze und das ausgegebene Papier, muessen am hinteren Ende des Raumes im
Koffer verstaut werden. Das war’s im grossen und ganzen und man legt um 09:00 los uns gibt um 14:00 ab, acht Stueck an der Zahl.
In Neapel trudelt man am ersten Klausurentag zusammen mit 7000 anderen Prueflingen nachts um 04:00 am Tor des Gebaeudes ein in dem die Klausuren stattfinden. Nach vier Stunden Muedigkeit, Kaelte
und Kampf um einen Platz nah am Eingang wird um 08:00 das Tor aufgeschlossen und alle rennen sofort los um sich einen Wettlauf um die besten Plaetze zu liefern. Die haelfte der Plaetze ist schon
reserviert, weil die Angestellten geschmiert worden sind. Anschliessend laesst man sich erschoepft in einer Ecke nieder und wartet bis ca. 13:00 wenn endlich die Klausur beginnt. Einige fangen
dann bis Abends um ca. 20:00 an zu schreiben, drei Tage. Viele verschwinden aber auch mit ihren Handys auf der Toilette und taetigen ein paar Anrufe oder nutzen google, setzen sich in die
Kantiene und trinken Kaffe und rauchen oder lesen die ganze Zeit ueber Zeitung und lassen sich gegen Ende die fertige, von einem Rechtsanwalt angefertigte Klausur in das Gebaeude bringen. Das
alles interessiert wirklich keinen der Anwesenden. Es ist das pure Chaos so wie es mir geschildert wurde. Man kann so viele Anlaeufe taetigen, um die Klausuren zu bestehen, wie man will aber nach
ein paar Jahren verlangen sie, dass du ein paar praktische Leistungen wiederholst. Der Gedanke an diesen Irrsinn veraendert meinen Blick auf Italiens Juristen und zwar nicht zum Guten.
Danke Deutschland, dass ich mein Examen unter so guten Bedingungen schreiben durfte!!!
Do
12
Jan
2012
Nachdem ich mir lange vorgenommen hatte mal alles aufzuschreiben was ich so in der Vergangenheit angestellt habe, muss ich feststellen, dass ich mich dazu entschieden habe meine Bewerbungsgespräche in Zukunft mit dem Satz einzuleiten: "Guten Tag mein Name ist Jennifer B. und ich kann alles!" (-;
Soll ein Personalchef doch erst einmal so einen vielseitigen Angestellten finden. Hier bin ich! Rufen sie mich an!
Aus Datenschutzgründen kann ich naürlich die Liste nicht veröffentlichen. Aber bei Interesse schicke ich sie gerne an Interessierte (-:
Di
10
Jan
2012
Catacombe San Gaudioso
Heute Morgen haben sich Sarah und ich, nachdem wir bei Enzo gefrühstückt haben, auf den Weg nach Sanita gemacht. Ein kleiner Mini Festumzug zog durch die Straßen und spielte Musik. Dabei wurde
Geld für die Kirche gesammelt. Wir sind zuerst zum Fontanelle Friedhof gegangen. Sarah war auch sehr begeistert. Anschließend sind wir zur Kirche Santa Maria in Sanita gelaufen und haben eine
geführte Tour für 8 € pro Person durch die Katakomben des Gaudioso gemacht. Der Eingang zu diesen Katakomben befindet sich unter dem Altar hinter einem großen Eisentor in der Kirche. Die Kirche
wurde damals einfach über die Katakomben später drüber gebaut. In der Kirche hängt auch das älteste Gemälde von Maria und Jesuskind was Neapel zu bieten hat. Die Katakomben sind sehr interessant
und sehr kalt (-;
In den Katakomben wurden die verstorbenen Menschen früher in „Trockenräumen“ in so kleine Nischen gesetzt, die einen Abfluss hatten wo das Blut und das Wasser ablaufen konnte. Nach einer Woche
wurde der Kopf abgetrennt und in einer sogenannten Galerie – sozusagen dem Flur der Katakombe – ausgestellt, indem der Schädel an der Wand befestigt wurde und der Körper (der in ein Grab in der
Katakombe kam) als Bild gemalt wurde (zB bekleidet mit den Gewändern eines Richters, je nachdem welchem Beruf der Verstorbene nachgegangen war). Natürlich kam diese Prozedur nur den Reichen zu.
Die Armen erfuhren zwar im Prinzip zwar die selbe Behandlung, jedoch wurden ihre Schädel nicht in der Galerie sondern nur in den Grabkammern ausgestellt. Die Reichen hatten ihre „Gräber“ für die
Körper in den Wänden der Katakomben und wurden dort (so wie geboren) in Fötusstellung beerdigt. Die Armen hatten ihre Gräber im Fußboden. Irgendwann setzten die spanischen Eroberer dem Treiben
ein Ende, weil mittlerweile auch viel mehr Menschen starben, als in der Katakombe „verarbeitet“ werden konnten. Der Stadtteil Sanita war sozusagen der Friedhof von Neapel.
So
08
Jan
2012
Ischia
Samstag Morgen sind Sarah und ich schon früh runter zum Hafen gelaufen, um ein Boot nach Capri zu erwischen. Leider stellte sich heraus, dass die Schnellboote mal wieder aufgrund zu hohen
Wellengangs nicht fahren und wir mussten ewig zum anderen Hafen nebenan laufen und uns durchfragen bis wir endlich mal am richtigen Schalter für die großen Fähren waren. Auf die nächste Fähre
nach Capri hätten wir leider fast drei Stunden warten müssen, weil die großen Fähren nicht oft fahren, also haben wir spontan entschieden nach Ischia zu fahren. Am Schalten gab uns der Mann die
Karten für jeweils 11 € und sagte „reeeeennnnnnnnt!“. Wir sind also wie zwei Bekloppte aus dem Gebäude gerast und auf die Fähre (die laut Zeitplan eigentlich schon hätte weg sein müssen)
gesprungen. Ein Wunder, dass sie nicht schon die Luke geschlossen hatten.
Die Überfahrt war sehr schön. Die Sonne war sehr sehr warm und die Aussicht grandios. Das Wetter hat super mitgespielt. Wir fuhren dann ca. etwas über eine Stunde und kamen an einer Insel an. Um
ein Haar wären wir ausgestiegen, aber ich bemerkte gerade noch rechtzeitig, dass das nicht Ischia, sondern Proschida ist. Es ging also nochmal fast eine Stunde schaukelnd weiter. In Ischia
angekommen haben wir uns direkt die Rückfahrtickets gekauft und sind anschließend zum Touristenbüro getigert. Man gab uns eine Karte und den freundlichen Rat sich die Altstadt anzusehen (weil
alles andere unseren Zeitplan gesprengt hätte, denn Ischia ist sehr groß). Wir sind durch sehr süße Gassen spaziert mit vielen kleinen Läden und sind bis zu einem Castello gelaufen. Das Castello
ist durch einen schmalen langen Weg mit der Insel verbunden und rechts und links ist das Meer. Da der Wellengang sehr hoch war musste man ständig aufpassen nicht von den Wellen komplett
durchnässt zu werden, weil sie komplett über den Weg spritzten. Das Castello kostet 10 € und wir haben das mal ausgelassen.
Um 15:30 haben wir die Fähre zurück genommen. Die Rückfahrt dauerte zwei Stunden und wir sind nach Hause gelaufen, um zu duschen und uns fertig zu machen, denn um 21:00 Uhr haben wir uns mit
Gianluca (Anwalt), seiner Frau und deren Schwester im Zentrum getroffen, um Essen zu gehen. Das „Szene“ Viertel, also das wo die Leute hingehen, um sich Abends zu treffen und was zu trinken war
total voll. Die Straßen waren voller Leute und sogar draußen an den Tischen wurde gegessen und getrunken. Wir haben lecker gegessen und viel gelacht. Anschließend sind wir noch am lungomare
spazieren gegangen und haben uns ein paar schöne Plätze angesehen. Um 00:00 Uhr ging es ab nach Hause und tooootal müde ins Bett. Da wir schon den ganzen Tag unterwegs gewesen waren sind wir nur
noch ins Koma gefallen (-;
Fr
06
Jan
2012
Vesuv
Heute sind Sarah und ich zum Piazza Museo gelaufen und von dort aus mit der Metro Linie 2 eine Station zum Hauptbahnhof gefahren. Ab da ging es mit der circum vesuviana weiter bis Torre del Grecco wo uns Gianluca, ein Anwalt aus der Kanzlei mit dem Jeep abgeholt hat. Wir sind dann auf den Vesuvio gefahren (Eintritt 8 €) und mussten die letzten Meter laufen (hat ca. 20 Minuten gedauert). Oben kann man dann den Krater umranden. Es riecht nach Schwefel, ist unglaublich windig, kalt und es lag sogar Schnee. Die Aussicht ist atemberaubend schön und wir hatten wahnsinnig Glück mit dem Wetter! Nach dem Abstieg sind wir noch kurz ans Meer gefahren. Es war unglaublich wellig. Anschließend ging es zurück mit dem Zug nach Napoli. Wir sind den Corso Umberto und die Via Toledo langgeschlendert, haben Sightseeing gemacht, die Krippenstraßen besucht und Abends haben wir bei Starita Pizza gegessen. Heute ist Epifania. Ein Feiertag, an dem Befana (eine alte Hexe auf einem Besen) den Kindern Süßigkeiten in einem Weihnachtsstrumpf bringt (-: Auguri!
P.S. Gestern Abend haben Sarah und Ich gekocht. Sehr lecker. Ich hatte eine Flasche Rotwein gekauft. Problem nur.... wir haben sie mit unserem Taschenmesserflaschenöffner nicht aufbekommen. Ich bin ja eine Frau der Tat, also mit der Flasche und dem darin feststeckenden Öffner ab ins Treppenhaus. In der anderen Hand eine braune blickdichte Nylonstrumpfhose, denn die war durch den Wind von dem Balkon über mir auf meinen geweht worden und ich fand dies war die passende Gelegenheit einen Tausch zu veranstalten. Sozusagen Flasche öffnen gegen Strumpfhose. Leider war aber keiner oben anzutreffen. Also bin ich einfach zu einer Wohnung gegangen hinter der viele lärmende Menschen zu hören waren und habe geklingelt. Da der Neapolitaner misstrauisch ist, hat sich hinter dem Türspion, nachdem ich geklingelt hatte deutlich etwas bewegt und die Stimmen verstummten. Ich grinste und wartete. Auf einemal wurde durch die Tür gerufen was ich denn wolle. Ich sagte etwas wie...... ajuto Boutiglia Vino aperto.... und wiederholte dies.... grinste dabei weiter und wartete. Die Tür wurde geöffnet und mich starrten sechs Menschen an. Ich stand da... in riesigen rosa Hausschuh Boots mit Jogginghose einer Flasche Wein in der ein Öffner steckt und einer braunen blickdichten Nylonstrumpfhose. Nachdem die sechs Personen innerhalb einer Sekunden beschlossen, dass ich ungefährlich wirke wurde ich innerhalb der nächsten Sekunde in die Wohnung gezogen, die Tür wurde geschlossen, alle redeten auf mich ein und ich wurde in die Küche geschoben wo man mir einen Sitz und eine Tasse Kaffe anbot. Ich versuchte vergeblich mit den Worten "cuchina und amica" zu sagen, dass ich wieder weg muss. Es handelte sich um ein junges Ehepaar mit Kleinkind eine älteres Ehepaar und eine Oma. Alle redeten und erzählten mir irgendwas und ich versuchte die Strumpfhose zu verstecken. Ich schaffte es irgendwie wieder aus der Wohnung habe aber beschlossen wieder zurückzukehren, wenn sich die Gegenheit ergibt (-; Ich sage ja, der Neapolitaner kann soooooo toll sein.
Mi
04
Jan
2012
Was macht Neapel aus?
Neapel ist toll!! Warum? Weil man sofort merkt, dass man in Neapel ist. Es sind Kleinigkeiten an denen man merkt, dass man Neapolitaner um sich hat.
Es beginnt, wenn man in den Flieger nach Neapel steigt. Der Neapolitaner ist ein Herdentier. Wenn einer zum boarding aufsteht (weil seine Sitzreihe zuerst aufgerufen wird), dann stehen alle auf
und wollen sofort ins Flugzeug. Nur die nicht Neapolitaner bleiben sitzen. Der Grund ist schnell gefunden. Der Neapolitaner überprüft immer selbst, ob das was man ihm sagt auch tatsächlich so
sein sollte oder ob er es nicht besser doch anders macht. Ob er an einer roten Ampel, einem Zebrastreifen oder eben vor einer Flugbegleiterin steht, die ihn höflich darauf hinweist, dass seine
Sitzreihe noch nicht aufgerufen wurde und er sich bitte noch etwas geduldet, bleibt er skeptisch und man sieht ihm an, dass er intensiv darüber nachdenkt, ob sie recht hat oder nicht. Nicht wie
ein Deutscher, der viele Regeln einfach stur anwendet, weil sie ihm ein Gefühl von Sicherheit und Gleichbehandlung geben, stellt der Neapolitaner lieber selbst seine persönlichen Regeln
auf.
Im Flieger dann, wenn die ersten Kinder lautstark angemotzt werden und auch an Neujahr immer noch konsequent Weihnachtslieder (nicht im Original, sondern als Coverversionen) durch die
Lautsprecher dröhnen, merkt man, dass etwas anders ist. In aller Ruhe wird das passende Ablagefach für das viele Handgepäck gesucht und nicht einfach das über dem eigenen Sitz gewählt und auch
das Sandwich wird erst einmal eingehend betrachtet und berochen bevor man sich entscheidet, ob man es isst.
Abends in der Wohnung, wenn man dann endlich nach einer wilden Taxifahrt ohne Gurt und merkwürdigen Extragebühren angekommen ist und die Nachbarskinder von ihren Eltern laut mit den Worten „Per
favore Ragazzi“ angebrüllt werden, dann ist man sich sicher in Italien zu sein. Des Neapolitaners liebstes Spielzeug ist übrigens Feuerwerk. Genauer gesagt Böller. Ich glaube sie werden bevorzugt
in leeren Garagen hochgejagt um den Effekt zu erhöhen. Das hört man jeden Tag und jede Nacht. Man erschreckt sich auch nicht mehr, weil man es ständig hört. Wenn Fußball ist, dann hört man das an
der erhöhten Anzahl von Knallern und wenn ein Tor fällt, dann denkt man Neapel jagt sich einfach selbst in die Luft. Hunde laufen Amok, Sirenen ertönen aus kleinen Plastikdosen und ein paar
Alarmanlagen von Autos stimmen ein. Ich habe kein Spiel von Neapel gesehen, weiß aber wann jedes einzelne stattfand und wie viele Tore Neapel erzielt hat.
Am nächsten Morgen geht man die Via Toledo hinab zur Arbeit, vorbei an vielen kleinen Obst und Gemüsehändler, Fischläden, Zeitungskiosken, Brot und Käseläden und Haushaltswarenläden. Die
Eigentümer der Läden sind damit beschäftigt, den Gehweg zu fegen, die Waren vor den Laden zu stellen oder im Eingang zu stehen um die vorbei laufenden Leute zu beobachten. Apropos fegen. Die
Neapolitaner lieben fegen. Sie fegen ständig vor ihren Geschäften. Bevorzugt schütten sie einen Eimer Wasser auf den Gehweg und fegen los. Aber es bringt nix. Das ist ein Phänomen. Gerade jetzt
nach Silvester scheinen die Neapolitaner besonders engagiert zu fegen, um all die kleinen glitzernden Papierchen wegzufegen, aber sie schaffen es nicht. Das ist Mitleiderregend. Man möchte ihnen
helfen und sagen. „Heb die Papierchen einfach auf“. Aber das macht ein Neapolitaner nicht. Er fegt. Manchmal fegt einer neben mir den Fussweg und ich frage mich in welche Richtung er fegt. Der
Boden um ihn herum ist überall noch voller Papierchen und Kleinmuell. Man fragt sich, hat er das alles gefegt und die vorbei laufenden Leute haben schon wieder Muell hingeworfen? Oder ist seine
Fegetechnik einfach schlecht? Hat er einfach keine Lust oder entspricht das Ergebnis tatsächlich dem was er für ausreichend erachtet? Ich würde zu gerne diese Frage an alle die Feger
richten, aber ich fürchte die Antworten.
Ab und zu weicht man einem auf dem Fußweg fahrenden Motorino aus und versucht nicht von einem aus einer Seitengasse herausschießenden Auto überfahren zu werden. Die vielen unterschiedlichen Hupen
angefangen von „Achtung ich komme“ über „mach mal Platz und fahr rüber“ bis „was soll das denn“, verstehe ich mittlerweile und reagiere entsprechend. Wenn dann eine große Möwe direkt über meinem
Kopf vorbeifliegt erinnere ich mich auch wieder, dass ich hier am Meer bin, was man aufgrund der ganzen Abgase schnell mal vergessen kann. Dafür riecht es ständig nach süßen Teilchen, vorwiegend
Baba, die in Neapel wirklich super lecker sind.
Nachdem mich ein älterer Herr, der mir schon Wein verkauft hat, in einem Laden in dem er gar nicht arbeitet, freundlich grüßt, weil ich natürlich auffalle zwischen den Eingeborenen, kommt mir ein
junger „Laufboy“ entgegen. Das sind junge Kerle, die auf Tabletts Kaffee ausliefern und die keine wirkliche Berufsbezeichnung haben. Er hält ein Tablett in der Hand und kickt mit dem Fuß einen
rosa Luftballon vor sich her (übrig geblieben wahrscheinlich von Silvester), gedankenverloren. Ich schmunzle und er sieht mich. Was macht er? Verschämt den rosa Ballon wegkicken und weiter
laufen? Neee doch kein Neapolitaner. Er legt richtig los und versucht wahre Kunststücke mit dem Ballon zu veranstalten als wenn es ein Fußball ist. Wir sind schließlich in einer Fußball
verrückten Stadt hier.
Der Neapolitaner bewegt sich langsam, wenn er zu Fuß unterwegs ist. Für deutsche Verhältnisse so als wenn er kein Ziel, keine Eile, keine Verpflichtungen hat und bei Engpässen auf dem Fußweg
keine Rücksicht nimmt. Aber das sollte man genießen. Eile ist Stress und Stress muss unbedingt vermieden werden als Neapolitaner. Ich bin ein Mensch, der gerne Augenkontakt sucht. Auch wenn der
Neapolitaner alles und jeden ständig beobachtet, so baut er doch nicht mit fremden Menschen Augenkontakt auf. Wenn dies doch einmal geschieht und man sogar von einem suchenden Augenpaar
überrascht wird, dann ist das auffällig. Ein Blick auf ein kleines eingesticktes Symbol und einen Schriftzug auf der Jacke desjenigen welchen verrät dann, dass es sich um einen Beamten der Stadt
handelt, der scheinbar irgendeine Ordnungsfunktion ausübt und gewisse Macht hat. Ja Macht. Die Neapolitaner brauchen nicht viel Macht und sich mächtig zu fühlen. Würde ein Deutscher
Verkehrspolizist bei den Neapolitanischen Verkehrszuständen im morgendlichen Berufsverkehr schlicht verzweifeln und apathisch sms an irgend wen schreiben um sich abzulenken von der frustrierenden
Gesamtlage, pfeift sich ein neapolitanischer Verkehrsbeamter in gelber Warnweste mit seiner Trillerpfeife unermüdlich die Seele aus dem Leib. Auch wenn alle machen was sie wollen, er pfeift sie
alle an für ihre Regelverstöße und ist dabei sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Bewundernswert! Es passiert aber auch (erst heute Morgen wieder), dass die Motorinos und die Autos sich auf einer
zweispurigen Straße vier bis fünft Spuren eröffnen, sich alle gegenseitig fast umfahren und wie bekloppt hupen und dabei zwei Polizisten vom Ordnungsamt am Straßenrand überhaupt nicht beeindruckt
sind und sich kein Stück regen.
Man kann versuchen weniger aufzufallen, wenn man sich kleidet wie ein Neapolitaner. Als Frau sollte man daher unbedingt flache oder Keilabsatzstiefel am besten welche die über das Knie reichen
tragen und dazu eine möglichst glänzende Bomberjacke vorzugsweise in blau. Ein Fellkragen darf nicht fehlen und Schal, Mütze und Handschuhe komplettieren das Outfit in dem man sich dann
todschwitzt. Als Mann greift man zu einer engen Skinny Jeans (einfach in die der Freundin quetschen) in jeder Farbe, dazu Turnschuhe und auch einer möglichst blauen glänzenden Bomberjacke. Man
komplettiert diesen Look mit einem Schlaufenschal (heute erst wieder ein leuchtend pinkes Modell gesichtet) und schreitet fortan extrem metrosexuell aber unauffällig durch Neapels Straßen.
Noch schnell eine Flasche Wasser in einem kleinen Laden gegenüber der Kanzlei kaufen. Leider habe ich nur einen 20 Euro Schein. Das ist für Neapolitaner wie ein 50 Euro Schein und das am Morgen!
Ein entgeisterter Blick. Mir wird die Flasche ausgehändigt und gesagt ich solle Morgen bezahlen. Das ist Neapel. Und das passiert einem ständig, ich meine wenn man sich so unmöglich verhält wie
ich (hihi).
Busfahren habe ich mir übrigens schnell wieder abgewöhnt. Es gibt keine Abfahrtzeiten nur eine Angabe der Taktung. Der Bus kommt manchmal erst nach dreißig Minuten und dann quetscht man sich in
einen total überfüllten Bus. Die Neapolitaner scheint das nicht zu stören. Sie ertragen die Heringsdosenbusfahrt mit einer beneidenswerten Gelassenheit, aber wenn die Emotionen mal überkochen,
dann wird der Busfahrer oder Mitfahrer beleidigt, angebrüllt und mit einem Regenschirm geschlagen. Die Busfahrer sind erstaunlich gelassen und sind scheinbar sogar ein wenig Stolz, wenn sie es
schaffen so viele Passagiere zu transportieren das der Bus fast zusammenbricht. Da wird auch mal mit offener Tür ein Stück gefahren.
Neapel überrascht einen einfach jeden Tag wieder mit neuen Dingen. Kleinen Dingen. Schönen Dingen. Wie Capri im Abendlicht, wenn die Insel rot leuchtet oder der Vesuv bedeckt mit einer Mütze aus
Schnee. Die Neapolitaner sind hilfsbereit, nicht direkt freundlich, aber sehr bemüht. Sie lächeln dich nicht sofort an, aber sie helfen dir bei der italienischen Aussprache, versuchen zu
verstehen was du kaufen möchtest, legen ihre Arbeit nieder und begleiten dich auf dem Weg zum Weinladen, wenn du einen Wein suchst, bezahlen deinen Kaffee und dein Essen, haben einen zweiten Helm
für dich um dich auf dem Motorino mitzunehmen, warten als Busfahrer auch auf den letzten herbeieilenden und dabei winkenden Passagier und vertrauen dir, wenn sie dir sagen, dass du Morgen
bezahlen sollst. Das alles macht Neapel aus.
Sa
31
Dez
2011
Weihnachten und Neujahr
Soooooo mein Kurzbesuch in Deutschland neigt sich dem Ende. Die Weihnachtsfeiertage sind schnell rum gegangen und ich bin sehr froh, dass ich Weihnachten bei meiner Familie in Köln und Gotha
verbringen konnte. Auf den verschneiten Fotos bin ich übrigens in Oberhof, wo gerade Biathlon ist (glaube ich). Heute ist Silvester und ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr,
Gesundheit, Glück und Liebe. Morgen früh fliege ich zurück nach Neapel... die Stadt, die ich noch besser kennen lernen möchte. Die nächsten Wochen werden toll. Ich werde zwei mal Besuch bekommen
auf den ich mich jetzt schon sehr freuen (-:
Mi
21
Dez
2011
Mo
19
Dez
2011
Das Archäologische Nationalmuseum Neapel
Heute waren wir im Museo Archeologico Nationale in Napoli. Es beherbergt die größte Sammlung an römischen Statuen. Sehr nett. Habe ich mir aber größer vorgestellt... das Museum meine ich.
So
18
Dez
2011
Capodimonte Katakomben und Museum
Heute sind Alice und Ich zu Fuß in die Katakomben in Capodimonte gegangen. War sehr interessant. Viel größer als ich mir das vorgestellt hatte. Anschließend sind wir in das Museum in Capodimonte gegangen. Kleiner Tipp.... einen halben Tag mindestens einplanen. Es ist suuuuuper groß und hat ca. 1 Millionen 3 Hundertmilllliiiiiiaaaaaaden Ausstellungsstücke, so dass man eeeewig braucht. Aber absolut sehenswert!!!! Total zu empfehlen!
Dann sind wir zu Enzo, weil es gehagelt hat )-: und anschließend auf die Via Toledo ein wenig shoppen... aber war eher Füße platt laufen. Um ca. 18:00 Uhr wieder zu Hause und Essen gemacht. Wir sind total durch, weil wir den ganzen Tag marschiert sind und brauchen Schlaaaaf (-: Nacht!
Sa
17
Dez
2011
Pompeii
Hallo Heimat. Heute war der große Tag. Heute wollten Alice und ich nach Ischia.
Plan A: Alles war geplant. Leider hat es aber heute nach megemäßig gestürmt, so dass wir zwar frohen Mutes heute Morgen zum Molo Beverello gelaufen sind, d.h. zum Hafen in Neapel, aber leider uns dort mitgeteilt wurde, dass heute und auch Morgen keine Fähren nach Ischia fahren. Na suuuuuuuuuuuupaaaaaaaaaa! )-:
Plan B: Wir besuchen den Vesuv!!!! Also sind wir dann einfach mit dem Bus zum Hauptbahnhof gefahren und dann haben wird die Circum Vesuviana – einen Zug – Richtung Sorrent genommen. Man hatte uns im Touristenbüro zuvor mitgeteilt, dass wir in Pompeii aussteigen müssten.... bla bla.... war natürlich falsch! Wir haben uns im Zug nochmal durchgefragt... leider zu spät... so dass wir irgendwo ausgestiegen sind und dann mussten wir wieder zwei Stationen zurück fahren. Egal.... endlich da und zum Büro wo der Shuttle hoch zum Vesuv fahren soll. Blöd nur, wenn über dem Vesuvio eine „Wolke“ ist... was auch immer die Leute damit meinen.... und man deswegen an dem Tag nicht in den Krater gucken kann! AHAHAHA wieder ein Reinfall.... jetzt waren wir frustriert!
Plan C: Wir sind wieder in den Zug gestiegen und einfach nach Pompeii gefahren. Das war nochmal ein Stückchen, aber was soll´s. In Pompeii mussten wir dann 10 € Eintritt zahlen und konnten uns dann die Stadt Pompeii ansehen. Und mit Stadt meinen die auch Stadt. Das ist eine ganze Stadt. Man läuft sich die Füße platt. Leider hat es auch mal kurz geregnet aber wir haben uns unseren Plan C nicht versauen lassen!!! (-:
Als wir genug Kultur hatten ging es auf den Heimweg und wir waren noch ein wenig shoppen auf der Via Toledo. Anschließend sind wir in einer kleinen Pizzeria in der Nähe von meiner Arbeitsstelle Abendessen gegangen. Sehr lecker!
Fr
16
Dez
2011
Am Donnerstag Morgen bin ich zusammen mit einem Anwalt aus der Kanzlei zum Tribunale, einem Gericht in Neapel gefahren. Es liegt in einer Art Mini-Downtown zwischen ein paar Wolkenkratzern. Zum Glück habe ich von mir aus an einen Perso gedacht.... kenne diese Kontrollen ja nur zu gut aus Deutschland und LA. Im Tribunale herrscht Chaos. Man zieht überall kleine Nummern und wartet... aber nicht wie in Deutschland. Die Arbeitsmethoden wirken teils so, als wenn sie das einfach schon immer so machen und nie was erneuert wurde. Die Fenster sehen aus, wals wenn sie niemals geputzt werden (-: Naja.... jedenfalls sieht es lustig aus, wenn 100 Anwälte vor den Aufzügen warten und eine riesige Schlange bilden. Und keinen störts! Sie können ja nix ändern. Und wer meint volle Aufzüge zu kennen.... stellt euch einen zu vollen Aufzug in dem ihr euch nicht bewegen könnt vor. In den passen dann noch mindestens zwei Neapolitaner und die laden einen dazu ein... sagen sowas wie "Na los machen sie schon, dass klappt, versuchen sie es, das passt schon." Sehr lustig... und beklemmend im warsten Sinne des Wortes. Das Tribunal hat fast 30 Stockwerke also ist die Treppe nur bergab eine Alternative. Kommt man in einen Gerichtssaal sind da mindestens 100 Anwälte drinnen. Das habe ich schnell mal durchgezählt,,, können sogar noch mehr gewesen sein. Und der Gerichtssaal war proppe voll. Die sitzen auch nur zum Teil. Es sieht eigentlich so aus, als wenn es d avorne an der Richterbank irgendwas umsonst gibt. Ich habe dieses vorgehen nicht verstanden und nenne es einfach mal "Das neapolitanische Theater". Die Neapolitnaer lieben den großen dramatischen Auftritt und dann redet so ein Anwalt doch lieber mit hundert Kollegen im Rücken, als so ganz alleine wie in Deutschland oder den USA.
Es hat dann furchtbar geregnet, als Alice in Neapel gelandet ist. Sie hat versucht schlechtes Wetter mitzubringen, aber hat nicht geklappt. Der Morgen hier sah schon wieder himmlisch aus. Apropo himmlisch... Alice und Ich sind dann gestern Abend auf die "Krippenstraße" gegangen und haben uns etwas umgesehen. Ich habe endlich ein paar schöne Krippenfiguren gefunden. Zwar nicht ganz die Qualität die ich mir erhofft hatte, aber zumindest sehen sie in meinen Augen schön aus. Anschließend waren wir uns dann noch eine Kirche angucken und sind dann in einen kleinen Limoncella Laden geganen. Dor hat uns der Eigentümer eine Privatführung durch seine Produktionsstätte gegeben und uns anschließend eine kleine Verkstostung angeboten, die wir natüüüürlich angeommen haben. War sehr gut! Alice war dann völlig platt und wir sind um ca. 19:00 nach Hause. Dort habe ich gekocht und wir haben den Abend schön ausklingen lassen bei einem Glas "Fraglino-Möhren-Kompost-Rotwein" bääähhhh, der schmeckt gaaanz anders als der erste Wein den ich gekauft habe und wir haben ihn weggeschüttet. Alice hat sich auch direkt mit den Nachbarn angefreundet. Um ca. 22:00 Uhr kam die Eigentümerin der Wohnung mit ihrem Freund vorbei... anch der Suche nach irgendeinem Karton... jedenfalls mussten sie in Alice ihr Zimmer, in dem sie sich schon in ihr Bettchen verkrochen hatte und dann wieder in die Küche zu mir geflüchtet ist. Mama, du hast der Alice echt einen eüßen Schlafanzug gekauft.... der hat zusammen mit meinen Hello Kitty Hausschuhe seine Wirkung nicht verfehlt, was die Mutmaßungen der Nachbarn über Alice Alter betreffen (-; Den "Wand-Nachbarn" Alfredo mag Alice auch. Der ist wohl irgendwie manchmal laut oder so.... wird sich zeigen wie sie die nächste Nacht schläft. Wir gehen jetzt erstmal zu Enzo... frühstücken.
Ach und vor meinem Fenster haben sie tatsächlich die Wiese getrimmt.... wow Arbeit .... und jetzt ein Suchspiel.... wie viele Bälle und Katzen hat die Rasenmähaktion freigelegt?
Mo
12
Dez
2011
Der gruseligste Friedhof der Welt
„Und wenn der Mond am Himmel steht und wenn die Turmuhr zwölf mal schlägt, dann kommt die Zeit wo der Vampir erwacht und dann fliegt er durch die schwarze Nacht.“
Wer dieses Meisterwerk nicht kennt, der höre sich doch bitte das Lied unter folgendem link an:
http://www.youtube.com/watch?v=I_3hf9GTC9U
Ja an so einem Ort lässt auch dieser Ohrwurm nicht lange auf sich warten. (Wenigstens hat er den „twelve days of christmas“ Ohrwurm abgelöst)
Ja ich denke ich habe ihn gefunden … den gruseligsten Friedhof der Welt. Es hat mich einfach gepackt und ich bin losgestürmt Richtung Cimitero delle Fontanelle gestartet. Um zu diesem außergewöhnlichen Friedhof zu gelangen muss man allerdings ein ganzes Stück durch dieses hübsche nicht minder gruselige Stadtviertel Sanita. Ihr erinnert euch, dass wo man mit dem Aufzug in die „Unterstadt“ fährt. Also habe ich meine Haare unter einer Mütze versteckt, den Blick beim Laufen gesenkt (verhindert, dass man aufgrund der Augenfarbe sofort auffällt und Tretminenangriffe von unten), habe die Tasche zu Hause gelassen und dunkle Kleidung angezogen. Ich bin trotzdem wie ein bunter Hund aufgefallen.... ganz toll …. weiß echt nicht was ich falsch mache. Erst ist der Friedhof ganz gut ausgeschildert. Auf einmal steht man aber im Nichts. Ich musste drei Leute fragen wo ich lang muss. Auch ganz toll! Der Eingang zu dem Friedhof ist aber auch besch.... eiden zu finden. Es sieht aus wie eine normale Toreinfahrt. Da guckt man gar nicht rein. Ist auch kein großes Schild oder so dran. Ganz toll also gemacht, damit die Touristen sich verlaufen und man sie dann in Seelenruhe am Ar*** der Welt ausrauben kann (-; Ich hätte gerne Fotos von Sanita gemacht (hat ein paar nette Motive) aber ganz ehrlich.... never ever hole ich da meine Digcam raus.... da kann ich sie gleich dem nächsten in die Hand drücken.
Ja Ja die Seelenruhe... also so einen Friedhof …. überhaupt den Gedanken zu haben SO ETWAS zu veranstalten ist doch schon etwas merkwürdig. Wie ihr auf dem Video sehen könnt... beklemmend. Es ist ein sehr friedlicher Ort, fast als wenn es eine eigene Stadt ist, mit so vielen Einwohnern. Als wären sie alle auf einmal gestorben... eine ganze Stadt. Alle sehen dich an und bestaunen den „Eindringling“. Man fühlt sich beobachtet und der Tod ist so allgegenwärtig wie er nur sein kann. Es riecht nach nix... vielleicht nach Erde oder Sand, aber normal. Ich frage mich, ob die erst warten bis der Leichnam skelettiert ist und die Knochen dann da hin gelegt haben. Müssen sie ja irgendwie so gemacht haben, die Knochen sind schließlich gestapelt wie Duftkerzen in einer IKEA Filiale. Bei so vielen Totenköpfen wirken die Toten irgendwie anonym, aber wenn man sich einen Schädel ansieht, dann gleicht keiner dem anderen. Alle sind unterschiedlich. Viele haben noch Zähne. Manche eine zertrümmerte Schädeldecke. Andere eine deutlich sichtbare Fontanelle. Sehr empfehlenswert da mal vorbeizuschauen. Ich bin dann aber auch wieder gegangen bevor es dunkel wird (-:
Sa
10
Dez
2011
Sightseeing
Heute Morgen um 10:00 Uhr hat mein Vermieter Giuseppe mich mit dem Auto abgeholt und dann haben wir zusammen Louisa und Christina, zwei Deutsch Mädels, die für www.9flats.com arbeiten, abgeholt, um mit ihnen eine Rundfahrt durch Neapel zu machen. Giuseppe hat uns zu vielen schönen Ausblickspunkten gefahren (die ich zu Fuß wohl eher nicht angesteuert hätte, da sie alle auf Bergen sind). Unter anderem waren wir in Posillipo an der Uferpromenade etwas weiter im Westen von Neapel und in der Via dei Mille, einer Einkaufsstraße für reiche Menschen. Wenn man dort so die Straßen lang läuft, dann weiß man wirklich wo sich die wohlhabenden Menschen von Neapel rumtreiben. Man sieht es sofort an der Kleidung, die sie anhaben. Nicht zu übersehen. Nettes Viertel (-; Wir haben sogar eine Gefängnisinsel a la Alcatraz gesehenfür Jugendstraftäter.
Als wir gerade einen Cappuccino in einem kleinen Café an der Promenade nehmen wollten, brach ein gewaltiger Regenschauer los.... perfektes timing also … und btw … ein Glück, dass wir nicht mit dem Motorino los sind (-: Wir waren noch am Castello del Uovo. Die Sage ist, dass ein „imaginäres“ Ei die Burg beschützt … oder so (-;
Apropo Sagen.... Giuseppe erzählt, als er aus der Bank kam vor einiger Zeit, habe ein Teenager Mädel furchtbar geheult auf der Straße und sei völlig ausgeflippt, weil man ihr wohl ihr Handy abgezogen habe. Es bildete sich eine Menschentraube und ein ca. siebzig jähriger Mann klopfte dem Mädchen auf die Schulter und sagte, dass er sich darum kümmere. Er telefonierte eine Runde und keine zehn Minuten später hatte das Mädel sein Handy wieder ….. jaaaaaaaaaaaa (-;
War das gerade schön die ganze Zeit italienisch zu hören. Luisa spricht fließend italienisch und Christina spricht zumindest viel besser als ich. So angenehm mal italienisch zu hören. Verrückt aber die Leute auf der Arbeit sprechen ja englisch mit mir und jaaaaaaaa Tomaten und Busfahrkarten kann ich mittlerweile im Schlaf rückwärts auf italienisch kaufen. Also entweder kaufe ich ab Morgen nur noch andere Dinge und nehme ein Taxi um meinen Wortschatz zu erweitern oder ich klopfe beim Nachbarn und bitte um ein Gespräch (-;
Vielleicht hake ich auch einfach wieder ne Omi ein (-; ...witzige Geschichte... als Mike noch da war, sind wir Abends den Berg hoch Richtung unser Apartment und da spricht uns eine ältere Dame an (dachte wir verstehen sie). Sie hat glaube ich gesagt, dass das eine schlechte Gegend ist oder die Menschen hier schlecht sind (jedenfalls sagte sie brutto bla bla). Wir haben signalisiert, dass wir nix verstehen, aber sie hat weiter erzählt, also habe ich zu Mike gesagt, dass er sie einhaken soll (tja aber Mike hat das Gen ja nicht, was wohl Mama mir vererbt hat) und er wollte nicht (OOHHHH MIKE!!!), also habe ich sie eingehakt und sie den Berg hochgezogen. Mike meinte ich sei zu schnell gegangen (so wie in der Werbung, wo der junge Mann die ältere Dame über die Straße bringt, um nett zu sein, aber sie will eigentlich gar nicht und verpasst dann deswegen den Bus). Als wir oben waren hat sie ganz schön gehechelt. Aber äääährlich … ich bin gekrochen!!! Ich schwööööör! Sie hat irgendwas erzählt, gelacht und mir in die Wange gekniffen. Vielleicht ist das meine Hoffnung auf mehr Italienisch Unterricht. Ich werde ihr wohl Abends auflauern müssen (-;
Fr
09
Dez
2011
Heute Morgen im Bad habe ich im Radio das Lied "twelve days of christmas" gehört. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich aus diesem Ohrwurm eine Weihnachtswunschliste für Mike gemacht. Ich will schließlich keine Vögel zu Weihnachten bekommen (-;
Also dann Mike.... ran!
Falls jemand das "Original" nicht kennt, bitteschön ein link:
http://www.youtube.com/watch?v=EDBMzGq1vhs
Twelve days of Christmas
On the first day of Christmas my true love gave to me one pair of earrings made of saphires for my ears.
On the second day of Christmas my true love gave to me two airplane tickets for vacations at the sea.
On the third day of Christmas my true love gave to me three little kittens Lucy, Stella and Marie.
On the fourth day of Christmas my true love gave to me four complete outfits for every season of the year.
On the fifth day of Christmas my true love gave to me five photographs showing how he´s kissing me.
On the sixth day of Christmas my true love gave to me a six colored rose that is named after me.
On the seventh day of Christmas my true love gave to me the promise that one wish on every weekday is for free.
On the eighth day of Christmas my true love gave to me eight self baked muffins decorated with a jelly bean.
On the ninth day of Christmas my true love gave to me a nine carat tiara cause for him I am a queen.
On the tenth day of Christmas my true love gave to me ten vouchers for things that he wants to do for me.
On the eleventh day of Christmas my true love gave to me eleven days in February that he spends in Napoli.
On the twelfth day of Christmas my true love shared with me a secret .... shhhhhhh .....
Di
06
Dez
2011
Eine kleine Panne
Da lachste dich weg! Gestern Abend (das hatte ich nicht erwähnt) hat mir mein Vermieter geschrieben. Und zwar folgendes:
19:23 pm: „Ciao Jennifer, how was your day at the office. Everything all right? Giovanni“
Man muss dazu sagen, dass mein Vermieter mir am Sonntag, als Mike nach Deutschland geflogen ist, gesagt hat, dass er für mich traurig ist, dass ich jetzt alleine bin und mir immer mal wieder sms schicken will, um zu fragen, ob alles OK ist.
Ich habe dann, nach diesem furchtbaren gestrigen Tag wie folgt geantwortet:
21:34 pm: „Hi Giovanni. My day in the office was `cosi cosi`. It is tough to work with them because many of them only speak italian. I hope sunday was great for you. Night“
Dazu muss ich sagen, dass mein Vermieter ja am Sonntag sein Familienessen hatte. Naaaaajaaaaa!
Heute Morgen ordert mich der Chef in sein Büro und fragt mich: „did you get my sms?“ Ich so: „No!“ Er so: „But you answered me.“ Ich so: „Hääää?“ Er so: „I was confused because you wrote that you hope that I had a great sunday.“
Ich so innerlich: what the fuck ich glaub ich dreh durch..... diese blöden Namen Giovanni, Giuseppe...... hört sich doch alles gleich an..... fuuuuuck. Gesagt habe ich dann: „OHHHHH that sms was supposed to be for the guy who rents me his apartment. I thought he wrote me that message. But OOOHHH that was you...... but that`s fine“ (dabei habe ich ein gaaaaanzz unschuldiges Lächeln aufgesetzt und klimperte ein wenig mit den Wimpern). Er so: „So the message was not for me?“ Ich so: „No!“
Das nenne ich doch mal lustig. Zum Glück habe ich da nicht´s blödes reingeschrieben (-;
Jedenfalls habe ich gerade folgende sms bekommen:
18:32 pm: „Good job, impressed! It is Giovanni“
Der Hintergrund dazu ist, dass er mir ständig emails schickt, um mir mehr „Herausforderungen“ zu geben (heute wieder 8 oder so!!!) und dann meinte er vorhin, dass er das macht, um mich zu beeindrucken. Als ich ihm dann eine email heute geschickt habe mit einer fertigen Arbeit und er das angesprochen hat, dass ich ihm eine email geschickt habe, habe ich dann auch gesagt, dass ich das gemacht hab, um ihn zu beeindrucken. (Ich muss mit meinen Scherzen schließlich „gut Wetter“ machen nach der Aktion)
Ich habe dann also gerade geantwortet:
18:41 pm: „ (-; thanks a lot! Have a nice evening. A domani“
Er hat geschrieben:
18:44 pm: „Buona braciola“
Hintergrund: Er hat gefragt, ob ich selbst für mich koche und ich habe ihm erzählt, dass ich heute Abend Schweineschnitzel esse mit Kartoffeln und Erbsen. Da meinte er, dass auch das ihn beeindruckt. Das ist aber alles mit einem Zwinkern zu verstehen. Ich bin froh, dass er sich Zeit für mich nimmt und sicher gehen will, dass ich mich in der Kanzlei wohlfühle.
Und der Grund, warum er mir vorhin geschrieben hat, dass er impressed ist, ist, dass ich vorhin mal eben in drei Stunden einen Artikel (eine DIN A4 Seite) auf Englisch getippt habe mit dem Titel:
Why to invest in Berlin´s „cement gold“ now
Ich lach mich weg! Ein Artikel über den tollen Immobilienmarkt in Berlin und Kosten, die bei einem Immobilienkauf auf italienische Investoren zukommen. Jaaaaaaa, weil ich davon sooo viel Ahnung habe!!! Grunderwerbssteuer, Maklerkosten etc. alles ist drinnen und ich habe keinen blassen Schimmer, ob das wirklich ernst genommen werden kann. Falls Giovnni den Artikel in die Zeitung setzen lässt „IL DENARIO“ dann muss er ihn erst auf italienisch übersetzen. Ich sage auf jeden Fall Bescheid, falls das passiert.
Jennifer Beutler – Expertin im Anlageninvestitions- und Immobilienrecht
So
04
Dez
2011
Mike`s Abreise
Heute ist Sonntag der 04.12.2011 und Giuseppe und Ich haben Mike gerade mit dem Auto zum Flughafen gebracht. Der Flieger geht zwar erst um 16:00, aber besser zu früh als zu spät. Giuseppe war 45
Minuten früher als vereinbart am Apartment, so dass ein wenig Stress ausbrach. Bei Giuseppe ist heute großes Familienessen und da muss er schnell wieder nach Hause (-; versteht man ja bei den
Italienern... la familia ist das wichtigste!!! Der Abschied war also kurz und schmerzlos (-: Heute Morgen sind Mike und Ich noch in unserem Viertel Capodimonte den Berg hoch spaziert. Dort ist
das Capodimonte Museum mit Park, das Observatorium und Katakomben an einem kleinen Dom der aussieht wie der Petersdom in Rom. Das Wetter ist momentan durchwachsen. Immer mal wieder leichter Regen
mit Wind und zehn Minuten später wieder Sonne und warm. Man sieht auf den Fotos wie schön der Himmel sich hier zeigen kann. Jeden Morgen geht man schnurstracks neugierig auf den Balkon und guckt
über die Stadt, weil es immer irgendwie anders aussieht (-:
Ich habe mich schon gefragt was ich nächstes Wochenende so alleine hier machen werde und Pläne geschmiedet, aber Giuseppe hat mir die Frage jedenfalls für Sonntag abgenommen, weil er mit mir
nächsten Sonntag eine kleine Spritztour auf seinem Motorino machen will. Jaaaaa ich bekomme einen Helm (-; und ich werde mich gut festhalten (bei dem Fahrstil ist das auch überlebensnotwendig).
Er will irgendwo ans Meer glaube ich. Also bis bald! Ciao Jennifer
Mi
30
Nov
2011
Castello Nuovo und die Unterwelt von Neapel
Heute Morgen haben wir uns auf den Weg zum Castello Nuovo unten am Hafen gemacht. Direkt neben dem Castello ist gerade eine Großbaustelle, weil die U-Bahn ausgebaut wird. Der Eintritt kostet 6 € pro Person. Es gibt Gemäldeausstellungen, eine Burgkapelle, verschiedene Säle und wechselnde Ausstellungen (momentan alter Schmuck) zu sehen. Es lohnt sich! Wir haben unter anderem eine Führung mitgemacht durch das ganze Castello. Unter der Burgkapelle befinden sich Kammern, in denen zum Teil Getreide und zum Teil Gefangene gelagert wurden. Man sieht die Gebeine einiger Toten noch dort unten liegen, wenn man über den Glasboden schreitet.
Anschließend haben wir uns aufgemacht in das Viertel wo auch die Krippenstraße ist, weil genau daneben ein Eingang in die Unterwelt von Neapel ist. Man bezahlt ca. 9 Euro pro Person, aber auch diese Führung lohnt sich nach meiner Meinung. Der Eingang liegt versteckt in einer Seitengasse. Würde man ohne Guide niemals finden! Man würde auch gar nicht reingelassen werden. Bis zum Jahr 2004 hatten die Anwohner keine Ahnung davon, dass ihr vermeintlicher Weinkeller bzw. Motorrollergarage ein Teil des alten antiken römischen Amphitheaters ist. Es wurde einfach immer weiter über das zerstörte Theater oben drauf gebaut. Die Anwohner bekamen eine satte Entschädigung um auszuziehen und die Archeologen gruben sich die Hände wund, um die zugeschütteten Tunnel und Unterwasserspeicher freizulegen. Dort unten ist es zum Teil so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht sehen kann und Streckenweise mit einer Kerze ausgerüstet durch so enge Tunnel gehen muss, dass man nur seitlich laufen kann. Nix für Klaustrophobiker (-:
An meine schmerzenden Füße und an meinen Muskelkater habe ich mich fast schon gewöhnt … nölen nutzt nix … habe ich ausprobiert (-; Morgen ist der erste Tag in der Kanzlei. Bin schon seeehr gespannt!
fun facts:
Wir haben heute drei Italiener getroffen, die alle einigermaßen Deutsch sprechen konnten … frage mich woher die das alle können, aber kein Englisch sprechen, das verstehe mal einer!
Die Uhren ticken hier anders, auch an einem Kiosk muss man damit rechnen, dass der Besitzer erst einmal 10 Minuten braucht, um einen 20 € Schein durch 3 Leute auf seine Echtheit prüfen zu lassen.
Auf der Straße dreht sich auch gerne mal eine ältere Frau nach einer anderen Frau um und empört sich über das unangemessene Outfit einer Frau gleichen Alters. Hat sie auch uns nochmal erklärt auf Italienisch und unsere Zustimmung gesucht (-:
Di
29
Nov
2011
Napoli
Gestern waren wir auf dem Castello S. Elmo. Wir sind dorthin unter anderem mit der Cable Car gefahren die auf den Berg fährt. Es gibt nur ein Ticket für den Nahverkehr in Neapel. Es kostet 1,20 € und man kann alle Busse, Bahnen oder halt die Cable Car benutzen. Neapel hat echte Höhenunterschiede, die man hier tagtäglich überwinden muss. Ich habe so schlimmen Muskelkater, dass ich nur noch humpeln kann. Das allerallerallerwichtigste in Neapel sind deshalb Turnschuhe! Das Castello ist auf der mir gegenüber liegenden Seite und ich schaue direkt drauf. Es ist ziemlich groß und man hat von dort auch einen sehr sehr schönen Blick über die Stadt. Es gibt auch ein Museum da drinnen. Kostet 5 € pro Person. Auf dem Weg dorthin sind wir durch Neapels Gassen gelaufen und unter anderem auch durch eine Straße in der es unzählige kleine Geschäfte gibt in denen Krippen und Krippenfiguren verkauft werden. Die Gassen sind alle unglaublich schmal und die Häuserwände rechts und links erscheinen einem sehr hoch. Zwischen den Gassen ist überall die Wäsche der Menschen auf Wäscheleinen gespannt. Obwohl die Luft verpestet ist von den ganzen Abgasen. Sogar über der Tankstelle hängt die frische Wäsche.(-;
Irgendwann waren wir dann auch am Hauptbahnhof... ein gar nicht zu empfehlender Teil der Stadt. Komische Gestalten überall und noch chaotischere Straßen. Sollte man besser meiden. Wir waren dort, weil es dort einen Markt gibt. Lohnt sich aber gar nicht! Wir sind ewig durch die Gegend gerannt. Am Nachmittag, nach der typischen Siesta haben wir uns dann auf zu dem einzigen Supermarkt in der Nähe gemacht, um mal ein paar Sachen einzukaufen. Um zu dem Supermarkt zu gelangen, müssen wir zu einer Brücke ganz in der Nähe und oben an der Brücke ist ein Aufzug der auf die untere Ebene der Stadt führt. Von Oben von der Brücke hatte ich beim täglichen Überqueren zu Fuß bislang immer ängstlich durch den hohen Metallzaun in die „Unterstadt“ geblickt … auf die überquellenden Mülltonnen und die verwinkelten Gassen voller Motorinos... und jetzt musste ich da runter grusel naja von unten sah es immer noch schlimm aus, aber nicht mehr so schlimm (alleine muss ich da aber nicht unbendingt runter). Der Aufzug schafft sage und schreibe vier Arbeitsplätze, denn er ist Videoüberwacht. (-;
Heute haben wir wegen dem Muskeltkater mal einen Gang zurückgeschaltet und haben uns der ewig langen Einkaufsstraße, der Via Toledo, gewidmet. Wir sind durch die Geschäfte geschlendert und haben versucht nicht aufzufallen. Dazu muss man sagen... wir fallen auf wie bunte Hunde. Ich weiß nicht, ob es wirklich an meiner Haarfarbe liegt, aber alle werden sofort aufmerksam auf uns, wo wir auch lang gehen. Man fühlt sich ständig beobachtet. Heute Abend wollten wir eigentlich zu einer Kunstveranstaltung die einmal im Monat am letzten Dienstag ist, aber der Muskelkater bringt mich um und außerdem müssten wir dann schon wieder Bus fahren und davon haben wir gerade die Nase voll, weil der Bus oft so voll ist, dass man total eingequetscht wird und der Busfahrer und die Gäste anfangen zu schimpfen und die Türen sich nicht mehr schließen. Völlig gaga!!! Letztes mal sprang von irgendwoher auf einmal ein Mann mit gelber Warnweste in die Tür und wir fuhren mit offener Tür weiter. Das geht gaaaaar nicht. Super anstrengend das Busfahren. Die armen alten Leute im Bus die das mitmachen müssen. Die Straße in der meine Kanzlei gelegen ist, ist übrigens die Spacca Napoli (steht so aber nicht auf der Karte). Diese zerschneidet die komplette Altstadt in ihrer ganzen west-östlichen Länge und ist sehr chaotisch. Das ist sehr selten, da die Straßen in Neapel so angeordnet wurden, dass die schlechte Luft vom Vesuv nicht durch die Straßen geweht wird und immer die frische Meeresluft in die Stadt gepustet wird. Bis bald!!!
fun facts:
Man begegnet ständig Kellnern auf der Straße, die in einer Tortenbox einen Kaffee und ein Wasser in Plastikbechern durch die Gegend tragen (in Wohnungen und Geschäfte).
Wenn Italiener merken, dass man kein Italienisch spricht, dann verfallen sie meistens in eine Schockstarre und gestikulieren nur noch, weil sie meistens kein Englisch sprechen.
Mo
12
Sep
2011
Bald geht es los nach bella Italy. Genauer gesagt nach Neapel! Für drei Monate!!! Ich freu mich (-:Jetzt heißt es, Italienisch lernen in einer Woche. Damit ich in Italien auch im Alltag halbwegs überlebe. Im Job kann ich hoffentlich auf Englisch ausweichen. Da Neapel wohl nicht über die sichersten Straßen verfügt bin ich gespannt wie oft ich mein Handy für Fotos und Videos tatsächlich einsetzen kann. Ich hoffe aber sehr oft, damit Ihr auch was zu gucken habt auf meinem blog. So ich stürze mich jetzt in die Vorbereitungen. Donnerstag geht mein Flug.